Programm: Ländliche Entwicklung Österreich

Logo
Programm
Ländliche Entwicklung Österreich
Akronym LE 14-20
Art des Fonds ESIF-Strukturfond
Beschreibung zu Programm
"Ländliche Entwicklung Österreich"

Ziele des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums in Österreich (ELER) sind:

  • die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft
  • die Gewährleistung der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sowie Klimaschutz
  • die ausgewogene räumliche Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaften, einschließlich der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen
Themen Ernährung, Land- und Forstwirtschaft, Ländliche Entwicklung, Nachhaltigkeit, Umwelt und Biodiversität, Klima
Herkunftsgebiet Antragsteller zu Programm
Ländliche Entwicklung Österreich
Österreich
Antragsteller Details

Die Antragsberechtigung richtet sich nach dem nationalen Programm, auf dessen Grundlage die Mittel des ELER ausgereicht werden. Als FörderungswerberInnen kommen im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020 daher grundsätzlich in Betracht:

  • natürliche Personen
  • im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften
  • juristische Personen sowie
  • deren Zusammenschlüsse (Personenvereinigungen)

Weitere Festlegungen zu den FörderungswerberInnen erfolgen auf Ebene der einzelnen Programmmaßnahmen bzw. Vorhabensarten sowie in den für die jeweiligen Förderinstrumente geltenden nationalen Rechtsgrundlagen unter Verantwortung der zuständigen nationalen Förderstellen.


Subprogrammes of Ländliche Entwicklung Österreich

M06 - Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe und sonstiger Unternehmen

Mit den vorgesehenen Sub-Maßnahmen werden folgende Ziele verfolgt:

  • Submaßnahme 6.1 Existenzgründungsbeihilfen für JunglandwirtInnen
  • Submaßnahme 6.4. Investitionen in die Schaffung und Entwicklung nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten

Open Calls

Subprogrammes of M06 - Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe und sonstiger Unternehmen
  1. Diversifizierung lw. und fw. Betriebe durch Energie aus nachwachsenden Rohstoffen sowie Energiedienstleistungen

    1. Errichtung oder Ausbau kleiner Wärmeanlagen für Biomasse direkt aus land- und
    forstwirtschaftlichen Betrieben oder land- und forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen;
    2. Umrüstung von Biogasanlagen auf zumindest 50% landwirtschaftliche Substrate abseits der
    Futtermittelkonkurrenz wie Zwischenfrüchte zuzüglich Kleegras und Luzerne, Ernterückstände,
    Wirtschaftsdünger, etc.;
    3. Kleinanlagen zur Erzeugung von Energieträgern aus nachwachsenden Rohstoffen.

  2. Förderung von Nahversorgungsbetrieben einschließlich gewerblicher Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe

    Ziel diese Maßnahme ist die Unterstützung von Kleinst- und Kleinunternehmen, insbesondere im
    Bereich der Nahversorgung. Dadurch wird ein Beitrag zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität der
    ländlichen Bevölkerung geleistet.

  3. Diversifizierung hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten

    Durch die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe wird die Schaffung zusätzlicher
    Erwerbsmöglichkeiten im nichtlandwirtschaftlichen Bereich unterstützt. Dadurch soll das
    Einkommen der Betriebe sichergestellt und deren Lebensfähigkeit gestärkt werden. Die
    Erwerbsmöglichkeiten im nichtlandwirtschaftlichen Bereich beinhalten auch den Verkauf von
    Energiedienstleistungen durch Energie aus nachwachsenden Rohstoffen sowie die Nutzung von
    ungenützten verbauten Flächen (Dachflächen, Fassaden, etc.) in der Landwirtschaft zur
    Stromproduktion.

  4. Gründung von innovativen Kleinunternehmen im ländlichen Raum

    Gründung und Entwicklung von innovativen Unternehmen mit wirtschaftlichem Mehrwert für die
    ländliche Region.
    • innovative Handwerke, verarbeitendes Gewerbe und industrielle Erzeugung;
    • innovative und kreative Dienstleistungen;
    • neue Produkte und Dienstleistungen in der Region, die der Ergänzung von regionalen
    Wertschöpfungsketten dienen.

  5. Photovoltaik in der Landwirtschaft

    „Small scale“-Photovoltaikanlagen zwischen 5 und 30 kWpeak zur Produktion von regionalem
    erneuerbaren Strom. Durch die Untergrenze von 5 kWpeak wird eine klare Abgrenzung des Programms
    zu Anlagen für Haushalte erreicht. Durch die Obergrenze von 30 kWpeak entsprechend einer - je nach
    Technologie - erforderlichen Fläche zwischen 200 und 350 m2 wird gewährleistet, dass primär
    ungenützte landwirtschaftliche Dachflächen oder sonstige bebaute Flächen zum Einsatz kommen. Die
    Obergrenze dient auch der Abgrenzung zu Großanlagen von Energieversorgern.

M04 - Investitionen in materielle Vermögenswerte

Die Förderung von Investitionen dient der Belebung und Entwicklung der Wirtschaft des ländlichen Raums, insbesondere des landwirtschaftlichen Sektors. Durch Investitionszuschüsse wird die längerfristige Entwicklung von Betrieben unterstützt. Dabei werden Investitionen gefördert, die nicht betriebswirtschaftlich bewertbar oder nur gering einkommenswirksam sind und somit ohne Förderung nicht oder nur eingeschränkt umgesetzt werden.

Open Calls

Subprogrammes of M04 - Investitionen in materielle Vermögenswerte
  1. Nichtproduktive Investitionen – Ökologische Verbesserung von Gewässern in landwirtschaftlich geprägten Regionen

    Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes von kleinen Gewässern in
    landwirtschaftlich geprägten Regionen.
    Dazu zählen:
    1. Maßnahmen zur Restrukturierung morphologisch veränderter Gewässerstrecken;
    2. Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes von Kleingewässern, Vorflutern,
    Uferbereichen und Feuchtflächen;
    3. Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushaltes.

  2. Investitionen in die Infrastruktur für die Entwicklung, Modernisierung und Anpassung der Forstwirtschaft

    Die Förderung materieller Investitionen im Bereich der Infrastruktur zur überbetrieblichen Bewässerung
    soll im Zusammenhang mit den absehbaren Veränderungen der klimatischen Voraussetzungen für die
    landwirtschaftliche Produktion in wasserärmeren Regionen Österreichs zur Reduktion des
    kulturartenspezifischen Wasserverbrauchs sowie zur Verbesserung des regionalen Wasserhaushalts
    dienen. Die Maßnahmen unterstützen die Ertragssicherung sowie die Kontinuität der Produktqualität,
    womit die Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe in den betroffenen Regionen verbessert wird.

  3. Nichtproduktive Investitionen – Ökologische Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung

    Diese Vorhabensart soll in Rechtsverfahren der landwirtschaftlichen Bodenreform (im wesentlichen
    „Zusammenlegung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke“ bzw. Neuordnung der Gesamtflur) und
    gleichzuhaltenden Verfahren (z. B. „Freiwilliger Nutzungstausch“) umfassende ökologische
    Begleitmaßnahmen ermöglichen. Die angestrebte ökologische Stabilisierung und Verbesserung der
    neugeordneten landwirtschaftlichen Flur einschließlich deren Landschaftsbild soll ingenieurmäßig
    geplant bzw. optimiert mit Hilfe der folgenden Förderungsgegenstände (einschließlich Begleitarbeiten
    wie Planung und Vermessung) erfolgen:
    • Bau, Ausgestaltung, ingenieurbiologische Maßnahmen (Bodenschutzanlagen, Wasserrückhalt,
    Bepflanzungen etc.);
    • Erwerb von Grund und Boden zur Erreichung der Projektziele in Zusammenhang mit
    ökologischer Agrarinfrastruktur (in Übereinstimmung mit Art. 69 (e) der Gemeinsamen
    Verordnung).

  4. Nichtproduktive Investitionen - Investitionen zur Stabilisierung von Rutschungen

    Investitionen zur Stabilisierung von Rutschungen in Landschaften mit Wein-, Obst- und Sonderkulturen.

  5. Verarbeitung, Vermarktung und Entwicklung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

    Die Förderung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung, Vermarktung und Entwicklung
    landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist eine Antwort auf eine Reihe der in der SWOT-Anlayse identifizierten
    Schwächen und Bedrohungen und die darauf aufbauenden identifizierten Bedarfe, insbesondere 06
    „Verbesserung der Strukturen für Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse“, 07
    „Ausbau von Qualitätssystemen entlang der Lebensmittelkette“, 08 „Bewusstseinsbildung und
    Forcierung von Tierwohlmaßnahmen“, 09 „Bessere vertikale und hoizontale Kooperation in der
    Nahrungsmittelkette“, 26 „Steigerung der Energieeffizienz in landwirtschaftlicher Produktion,
    Verarbeitung, Verarbeitung und Vermarktung“ und 29 „Substitution nicht erneuerbarer Rohstoffe durch
    nachwachsende Rohstoffe für stoffliche und energetische Nutzung“.

M07 - Basisdienstleistungen und Dorferneuerung in ländlichen Gebieten

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Attraktivität der ländlichen Regionen als Wirtschafts-, Lebens-, Wohn-, Erholungs- und Naturraum nachhaltig weiterzuentwickeln und die Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung zu unterstützen.

  • Sicherstellung, Entwicklung und dem Ausbau von lokalen Infrastrukturen und lokalen Basisdienstleistungen
  • Erhaltung und Verbesserung des kulturellen und natürlichen Erbes
  • Entwicklung von innovativen Angeboten für den Ganzjahrestourismus (zur Schaffung von Arbeitsplätzen)
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung hin zu einer umweltbewussten und gesunden Lebensweise
  • BürgerInnenbeteiligungsprozesse zur aktiven Gestaltung und Entwicklung der Regionen
  • Wachstumsimpulse für die Regionen
  • Verstärkung lokaler Wertschöpfungsprozesse

Open Calls

Subprogrammes of M07 - Basisdienstleistungen und Dorferneuerung in ländlichen Gebieten
  1. Studien und Investitionen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen Erbes

    (1) Monitoring, Fallstudien, sonstige Konzepte, Studien oder Grundlagenarbeiten zu
    biodiversitätsrelevanten Themen, projektbezogene Betreuungstätigkeiten im Zusammenhang mit der
    Initiierung, Planung und Umsetzung komplexer Naturschutzvorhaben.
    (2) Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung: Veranstaltungen und Materialien, Workshops,
    Tagungen, Informationsveranstaltungen, Pressearbeit, Sendungen in Rundfunk und Fernsehen, Seminare,
    Folder, Plakate, Videos, Apps, Websites, sonstiges Begleitmaterial und Bewusstseinsbildung der
    Stakeholder und BewirtschafterInnen, sowie der breiten Öffentlichkeit.
    (3) Betriebsbesuche und Beratungen, Geländebegehungen, geführte Wanderungen, Workshops,
    Tagungen und sonstige Informationsveranstaltungen, Besucherlenkungseinrichtungen.
    (4) Investitionen zum Schutz der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum:
    • Verbesserung oder Wiederherstellung wertvoller Lebensräume, Wiederherstellung oder
    Neuanlage wertvoller kulturlandschaftsprägender Objekte; Neuanlage oder Wiederherstellung von
    Lebensräumen für zu schützende Tier- und Pflanzenarten; Herstellung von Objekten, welche die
    Funktion einer Fortpflanzungs- oder Ruhestätte oder zur Biotopvernetzung für zu schützende
    Arten bereitstellen;
    • Aufwendungen und grundbücherliche Sicherstellung für Grunderwerb, Anpachtung von Flächen
    oder Erwerb von Nutzungsrechten, die für die Sicherung oder Entwicklung naturschutzfachlich
    wertvoller Flächen oder Strukturen erforderlich sind. Im Grundbuch ist eine Reallast zu Gunsten
    der naturschutzfachlichen Nutzung einzutragen.
    (5) Investitionen in Anlagen und Objekte, die der landschaftsgebundenen Erholung, der Inwertsetzung
    von Gebieten mit hohem Naturwert sowie der Information und Bewusstseinsbildung dienen.
    (6) Konzeption von touristischen Einrichtungen wie Gebäude, Lehrpfade, Themenwege, Erlebnispfade,
    Aussichtsplätzen oder Demonstrationsflächen.

  2. Überbetriebliche Maßnahmen für die Bereiche Wald und Schutz vor Naturgefahren

    1. Aufbau und Durchführung von regionalen/lokalen Dienstleistungen zur Erfüllung der
    Überwachungs-, Aufsichts- und Erhaltungsaufgaben im Naturgefahrenmanagement;
    2. Erarbeitung von Planungsgrundlagen für die flächenhafte Darstellung gravitativer Naturgefahren
    sowie bezughabende Managementpläne zum Schutz des ländlichen Raums;
    3. Erstellung von Planungs- und Managementgrundlagen sowie Maßnahmen zur Verbesserung des
    Flächen- und Muldenrückhalts, des Hangwasserregimes einschließlich Entwässerung labiler
    Hänge und zur Reduktion der Flächenerosion;
    4. Inventurmaßnahmen zur Identifizierung und Erhaltung des bestehenden Schutzpotenzials der
    Wildbach- und Lawinenverbauung;
    5. Wiederherstellung des schutzwirksamen Zustandes von Gewässern nach wasser-, sediment- und
    gravitationsbezogenen Naturkatastrophen insbesondere die Rückführung von Gewässern, die
    Flächenfreimachung von Sedimentationen und sonstigen Ablagerungen sowie die Räumung von
    Retentionsräumen;
    6. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Bereiche Wald und Schutz vor
    Naturgefahren.

  3. Stärkung der Potenziale des alpinen ländlichen Raums

    1. Beratung, Konzeption und Bewusstseinsbildung in Zusammenhang mit der Entwicklung und
    Umsetzung von umweltrelevanten Projekten im alpinen ländlichen Raum;
    2. Planung von, Innovation bei und Betreuung von Modell- und Vernetzungsprojekten im alpinen
    ländlichen Raum;
    3. Verbesserung der Entwicklung und/oder Vermarktung von Umweltdienstleistungen sowie von
    Dienstleistungen in Bezug zum alpinen ländlichen Raum einschließlich der Schaffung
    alpenspezifischer Innovationsanreize.

  4. Pläne und Entwicklungskonzepte zur Erhaltung des natürlichen Erbes

    Bewirtschaftungspläne, Naturschutzpläne für Land- und ForstwirtInnen, Managementpläne,
    Entwicklungskonzepte für Gebiete von hohem Naturwert, Landschaftspflegepläne, die für die Erhaltung,
    Wiederherstellung oder Verbesserung des natürlichen Erbes erforderlich sind oder zum Verständnis für
    waldökologische Zusammenhänge beitragen sowie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des
    ökologischen Wertes der Waldökosysteme erforderlich sind.

  5. Umsetzung von Plänen zur Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung

    1. Maßnahmen zur materiellen und immateriellen Ortskernbelebung;
    2. Maßnahmen zur sozio-kulturellen Erneuerung in Dörfern;
    3. Förderung von Projekten zur Belebung und Stärkung der dörflichen Identität;
    4. Revitalisierung regionaltypischer sowie baukulturell wertvoller Gebäude (ausgenommen
    Wohnungsbau);
    5. Schaffung und Entwicklung von Freizeit- und Kultur-, und Bildungseinrichtungen sowie anderen
    Basisdienstleistungen;
    6. Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum;
    7. Erstellung von Studien.

  6. Umsetzung von Klima- und Energieprojekten auf lokaler Ebene

    Kleine Infrastruktur zur Produktion Erneuerbarer Energie und zum Energiesparen, wie:
    1. Thermisch- energetische Mustersanierungen von öffentlich genutzten Gebäuden;
    2. Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energieträger für öffentlich genutzte Gebäude;
    3. Anlagen zur Produktion von erneuerbarem Strom an und um öffentlich genutzten Gebäuden;
    4. Pilotprojekte zur Speicherung von Wärme und Strom.

  7. Investitionen in kleine touristische Infrastruktur

    (1) Überregional bedeutende kleine Infrastrukturprojekte mit Innovationscharakter;
    (2) Projekte aus dem Bereich alpine Infrastruktur mit touristischer Relevanz;
    (3) Investitionen in touristische Infrastrukturmaßnahmen auf überbetrieblicher Ebene.

  8. Pläne und Entwicklungskonzepte zur Dorferneuerung

    1. Ausarbeitung und Aktualisierung von Plänen, Wettbewerben und Bürgerbeteiligungsprojekten für
    die Entwicklung der Gemeinden im ländlichen Raum;
    2. Erarbeitung von Bedarfskonzepten und Plänen in Bezug auf Basisdienstleistungen.
    Dabei sind die bundeslandspezifischen Richtlinien betreffend Ausarbeitung und Aktualisierung von
    Dorferneuerungsplänen oder ähnliche Programme einzuhalten.

  9. Breitband Infrastruktur in ländlichen Gebieten

    Investitionskostenzuschüsse zur Sicherung der Gesamtfinanzierung folgender Vorhabensarten:
    1. zur Errichtung neuer NGA-Netze, die eine wesentliche Verbesserung bei der Anbindung von
    Privathaushalten und Unternehmen ermöglichen;
    2. zur Errichtung und Erweiterung von Backhaul-Infrastrukturen, mit der Breitband-
    Hochleistungszugänge für Endkunden ermöglicht werden;
    3. zur Modernisierung des Breitbandgrundversorgungsnetzes hin zu einem NGA-Netz;
    4. zur Schaffung der passiven Breitbandinfrastruktur.

  10. Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft

    1. Planung, Wiederherstellung und Entwicklung von Kulturlandschaftsflächen, z. B. im Almbereich
    oder im Bereich von Biotopverbundsystemen;
    2. Studien und Grundlagenarbeiten zu kulturlandschaftsrelevanten Themen;
    3. Planung, Anlage und Wiederherstellung von die Kulturlandschaft und das Landschaftsbild
    besonders prägenden Elementen wie Streuobstbestände, Gehölzinseln und –Streifen, Steinmauern
    und Terrassen, Feuchtflächen sowie andere Landschaftselemente.

  11. Ländliche Verkehrsinfrastruktur
    • Neuerrichtung von Wegen oder Umbau von Wegen die dem Stand der Technik nicht mehr

    entsprechen.

    • Instandsetzung von Wegen („Generalsanierung“), aber keine Instandhaltung.
  12. Klimafreundliche Mobilitätslösungen

    Gegenstand der Förderung sind klimafreundliche Mobilitätslösungen (inkl. gebrauchte Investitionsgüter)
    gemäß §3 der klimaaktiv mobil Förderungsrichtlinie 2013 idgF, insbesondere:
    1. Maßnahmen zur Forcierung des Rad- und Fußgängerverkehrs (z.B. Radinfrastruktur,
    Radverleihsysteme, Radabstellanlagen, Informationssysteme, etc.);
    2. Investitionen in umweltschonendes Mobilitätsmanagement auf regionaler, kommunaler,
    betrieblicher sowie touristischer Ebene (z.B. Einrichtung bedarfsorientierter Verkehrssysteme wie
    etwa Gemeindebusse, Betriebsbusse, Wanderbusse, Rufbusse, Anrufsammeltaxis und Shuttle-
    Verkehre, Informationssysteme, Maßnahmen zur Transportrationalisierung, Schaffung
    touristischer „sanfter Mobilitätspackages“, Einrichtung von Mobilitätszentralen als
    Koordinations-Drehscheibe, Informations- und Servicestelle im verkehrsmittel- und
    verkehrsträgerübergreifenden Umweltverbund, etc.);
    3. Förderung der Umstellung von Transportsystemen, Fuhrparks und Flotten auf alternative Antriebe
    und Kraftstoffe, Elektromobilität und erneuerbare Energie.

  13. Investitionen in erneuerbare Energien

    1. Biomasse-Heizzentralen;
    2. Wärmeverteilnetze zur großräumigen Wärmeversorgung Dritter;
    3. Erneuerung von Kesselanlagen in Biomasse- Nahwärmeanlagen;
    4. Effizienzsteigerung bestehender Nahwärmeanlagen;
    5. Erweiterung, Verdichtung und Neuerrichtung von Fernwärmenetzen und Biomasse- Kraft-
    Wärme-Kopplungen;
    6. Vergärungsanlagen deren Produkte nicht zur Stromherstellung verwendet werden;
    7. Anlagen zur Herstellung von Biomethan.

  14. Soziale Angelegenheiten
  15. Lokale Agenda 21

    Lokale Agenda 21 - Zukunftsprozesse mit BürgerInnenbeteiligung und professioneller
    Prozessbegleitung auf lokaler Ebene unter besonderer Berücksichtigung des bottom-up-Ansatzes.


    Der Fördergegenstand beinhaltet die:

     

    • Sensibilisierung der Bevölkerung; Entwicklung von Visionen, Zielen und Maßnahmen;

    Stärkung der Eigeninitiative und Identifikation durch breite Beteiligung aller gesellschaftlichen
    Kräfte; verstärkte Beteiligung von Bevölkerungsgruppen, die bis dato nur teilweise in der
    regionalen Entwicklungsarbeit involvierten waren; begleitende Bewusstseinsbildung;


    Erfolgskontrolle, ergänzende Qualifizierung von Multiplikatoren/innen im ländlichen Raum;

    • Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren/innen für eine prioritäre Politik

    nachhaltiger, wettbewerbsfähiger und auf Chancengleichheit ausgerichteter Entwicklung des
    Ländlichen Raums auf lokaler Ebene;

     

    • Thematische Vernetzungen der Lokale Agenda 21-Zukunftsprozesse sowie Erfahrungsaustausch

    mittels Entwicklung und Umsetzung multiplizierbarer, innovativer Modelle.

M19 - Unterstützung der lokalen Entwicklung LEADER

Ländliche Regionen, die sich an der LEADER-Maßnahme beteiligen wollen müssen einen
Entwicklungsplan vorlegen, dessen Entwicklungsstrategie die grundsätzlichen Ziele dieses Programms berücksichtigt. Die lokalen Entwicklungsstrategien müssen auf die Region und ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Gegebenheiten abgestimmt sein. Eine SWOT-Analyse beleuchtet alle für die jeweilige LEADER-Region wichtigen Themen. Aufbauend darauf werden die regionalen Entwicklungsnotwendigkeiten aufgezeigt und strategische Aktionsfelder festgelegt. 

Open Calls

M16 - Zusammenarbeit

Im Rahmen dieser Maßnahme werden unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittel- und Versorgungskette, Tourismus, Naturschutz und Nationalparks sowie von KMU unterstützt. Weiterer Bestandteil der Maßnahme ist die Einrichtung von operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“. Es sollen Anreize geschaffen werden, um die Zusammenarbeit und Vernetzung verschiedener AkteurInnen und Unternehmen zu fördern und somit die Entwicklung und Umsetzung von vor allem neuen und innovativen Projekte und Vorhaben zu forcieren. Durch die Zusammenarbeit verschiedener AkteurInnen ist es möglich, Kostenvorteile zu nutzen.

Open Calls

Subprogrammes of M16 - Zusammenarbeit
  1. Zusammenarbeit von kleinen WirtschaftsteilnehmerInnen - Arbeitsabläufe, Ressourcennutzung und Tourismusdienstleistungen

    1. Aufbau und Entwicklung der Zusammenarbeit kleiner WirtschaftsteilnehmerInnen bei der
    Organisation von gemeinsamen Arbeitsabläufen und der gemeinsamen Nutzung von Anlagen
    sowie Ressourcen.
    2. Zusammenarbeit von AkteurInnen im Bereich des ländlichen Tourismus.
    3. Entwicklung und/oder Vermarktung von Tourismusdienstleistungen, insbesondere kulinarischer
    Initiativen, mit Bezug zum ländlichen Tourismus.
    4. Aufbau und Entwicklung der Zusammenarbeit kleiner WirtschaftsteilnehmerInnen im Tourismus
    und zur Entwicklung von zielgruppenorientierten touristischen Angeboten sowie deren
    überregionale Umsetzung und Vermarktung.

  2. Stärkung der horizontalen & vertikalen Zusammenarbeit zwischen AkteurInnen im forst- und wasserwirtschaftlichen Sektor

    1. Starthilfe für die Gründung von Verbänden bzw. anderer Kooperationsformen für die Errichtung,
    dem Management und den Betrieb von Schutzmaßnahmen für Naturgefahrenrisiken,
    Anpassungsmaßnahmen an die Klimafolgen und der Verbesserung des Wasserhaushaltes sowie
    des Gewässerzustandes und der Gewässerpflege;
    2. Unterstützung der horizontalen und vertikalen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen
    AkteurInnen im Rahmen der nachhaltigen Waldwirtschaft;
    3. Unterstützung von horizontalen waldwirtschaftlichen Kooperationen bei neuen Projekten;
    4. Erstellung eines betrieblichen Kooperationskonzeptes.

  3. Zusammenarbeit von Kleinstunternehmen im ländlichen Raum

    Entwicklung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kleinstunternehmen der gewerblichen
    Wirtschaft sowie deren Vernetzung mit anderen Sektoren, insbesondere der Landwirtschaft; Nutzung von
    Kooperationen zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte, welche die Wettbewerbsfähigkeit
    der an der Zusammenarbeit beteiligten Unternehmen nachhaltig stärken und dadurch die Wirtschaftskraft
    der Region erhöhen; Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen, um der Abwanderung der Bevölkerung
    aus den ländlichen Regionen entgegenzuwirken; Zusammenarbeit kann insbesondere in folgenden
    Bereichen erfolgen: Entwicklung neuer Produkte, Technologien oder Prozesse, Sicherung bzw. Stärkung
    der Nahversorgung, Markenaufbau, bessere Nutzung lokaler Märkte (Regionalität), nachhaltiges
    Wirtschaften, effiziente Nutzung aller Ressourcen, Organisation gemeinsamer Arbeitsabläufe (z.B. im
    Bereich Logistik), grenzüberschreitende Markterschließung.

  4. Stärkung der Zusammenarbeit von AkteurInnen und Strukturen zur Erhaltung des natürlichen Erbes & des Umweltschutzes

    Ziele:

    • Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen, die schützenswerte Lebensraumtypen oder Arten aufweisen
    • Erstellung wissenschaftlicher oder praxisorientierter Grundlagen, die im Zusammenhang mit der Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von schützenswerten Lebensräumen und Arten stehen
    • Entwicklung von Kompetenzen für Naturraummanagement und Schaffung guter Voraussetzungen für die Wertschöpfung durch Dienstleistungen für den Naturschutz
    • Motivation und Bewusstseinsbildung zur Unterstützung lokaler Akteure und Stakeholder sowie der breiten Öffentlichkeit, um die Ziele des Naturschutzes als gesellschaftlich anerkannte Werte zu verankern
    • Management und Entwicklung von Schutzgebieten sowie Grundlagenarbeiten hierzu

     

    Förderbar ist die Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Institutionen, die zu einer Verbesserung des Erfahrungs- und Meinungsaustausches, bzw. zu gemeinsamen Strategien und gemeinsamen Handeln im Bereich biodiversitäts- und umweltrelevanter Themenbereiche des ländlichen Raums führt. Die Zusammenarbeit kann zwischen Institutionen verschiedener Sachgebiete, verschiedener Regionen oder auch verschiedener Mitgliedstaaten erfolgen.

     

    Folgende Tätigkeiten sind förderbar:

    • Zusammenarbeit bei der Erstellung von Studien, Konzepten, Strategieplänen
    • Zusammenarbeit bei der Schutzgebietsbetreuung in Umsetzung von Konzepten und Strategieplänen (in Natura 2000 Gebieten, Nationalparks, Natur- und Biosphärenparks, Gebieten mit hohem Naturwert, wobei unter der Vorgabe von klaren Zielen der notwendige Handlungsbedarf im Schutzgebiet vermittelt oder erarbeitet wird und die AkteurInnen zur Umsetzung von für die Zielerreichung wesentlichen Maßnahmen motiviert werden)
    • Informations- und bewusstseinsbildende Maßnahmen zum Zwecke der Verbesserung des Schutzgebietsmanagements;
    • Öffentlichkeitsarbeit.

     

  5. Schaffung und Entwicklung von kurzen Versorgungsketten und lokalen Märkten sowie unterstützende Absatzförderung

    • Aufbau und Koordination der Zusammenarbeit;
    • Erstellung von Organisations- und Vermarktungskonzepten im Rahmen der Zusammenarbeit;
    • Durchführbarkeits- oder Marktreifestudien oder die Erstellung eines Geschäftsplans;
    • Maßnahmen zur Sicherung einer im Rahmen der Zusammenarbeit einheitlichen Qualität in der
    Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung;
    • Veranstaltung von Schulungen und die Anwerbung neuer Mitglieder;
    • Investitionen, die in Zusammenhang mit der Zusammenarbeit stehen und nicht durch andere
    Maßnahmen abgedeckt werden können;
    • Verstärkte Nutzung von IKT wie z.B. für Information, Zusammenarbeit und Vertrieb;
    • gemeinsame Maßnahmen zur Absatzförderung in einem lokalen Rahmen zur Entwicklung kurzer
    Versorgungsketten und lokaler Märkte.

  6. Unterstützung bei der Entwicklung neuer Erzeugnisse, Verfahren & Technologien der Land-, Ernährungs- & Forstwirtschaft

    Unterstützung:
    1. bei der Vorbereitung von Kooperationsvorhaben wie z.B. Machbarkeitsstudien oder
    Vorbereitungsarbeiten für Entwicklungs- und Innovationsvorhaben, welche durch Universitäten,
    Fachhochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen etc. durchgeführt werden;
    2. bei der Umsetzung von Kooperationsvorhaben, welche die Entwicklung neuer Erzeugnisse,
    Verfahren, Prozesse und Technologien in der Land- und Ernährungs- sowie der Forstwirtschaft
    zum Inhalt haben;
    3. bei der Umsetzung von Vorhaben, welche die Prüfung neuer veränderter oder verbesserter
    Erzeugnisse, Verfahren, Prozesse und Technologien in der Land- und Ernährungs- sowie der
    Forstwirtschaft im Pilotmaßstab – einschließlich wissenschaftlicher Begleitforschung – zum
    Inhalt haben;
    4. bei der Verbreitung der Ergebnisse von Projekten gemäß Anstrich 3 und 4.

  7. Förderung horizontaler & vertikaler Zusammenarbeit lw & fw AkteurInnen zur Schaffung & Entwicklung v. Sozialleistungen

    1. Aufbau, Entwicklungund Umsetzung der Zusammenarbeit im Bereich sozialer Land- und
    Forstwirtschaft;
    2. Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für die Erstellung zielgruppenorientierter Angebote
    im Bereich sozialer Land- und Forstwirtschaft;
    3. Verbesserung und Professionalisierung der Vermarktung und der Absatzmöglichkeiten von
    agrarischen und forstlichen Sozialleistungen einschließlich der Qualitäts- und Marktentwicklung.

  8. Unterstützung beim Aufbau und Betrieb operationeller Gruppen der EIP für lw. Produktivität & Nachhaltigkeit

    Unterstützung:
    (1) beim Aufbau operationeller Gruppen
    (2) sowie beim Betrieb operationeller Gruppen.

  9. Zusammenarbeit: Erzeugergemeinschaften/-organisationen, Genossenschaften und Branchenverbände

    1. Koordination der Zusammenarbeit;
    2. Studien über das betreffende Gebiet, Durchführbarkeitsstudien, die Erstellung eines
    Geschäftsplans;
    3. Veranstaltungen und Schulungen sowie die Anwerbung neuer Mitglieder.

  10. Unterstützung bei der Entwicklung von innovativen Pilotprojekten im Tourismus
  11. Waldbezogene Pläne auf überbetrieblicher Ebene

    Unterstützung für die Erstellung oder Verbesserung von waldbezogenen Plänen.

  12. Einrichtung und Betrieb von Netzwerken
  13. Einrichtung und Betrieb von Clustern

    Aufbau eines neuen Clusters oder Zusammenarbeit im Rahmen eines bestehenden Clusters mit dem Ziel
    der Unterstützung von neuen Projekten im Bereich der Submaßnahmen 16.2. bis 16.9., die aus folgenden
    Aktivitäten bestehen:
    1. Wirtschafts-/Innovationstätigkeiten;
    2. die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen;
    3. Austausch von Wissen und Kenntnissen;
    4. Vernetzung und Informationsverbreitung unter den beteiligten Unternehmen.

Loading Animation